Markteinblicke

Österreichs Einzelhandel zu Beginn des Jahres 2026

Laut „Verbesserung der Stimmung im Einzelhandel zu Jahresbeginn, Weihnachtsgeschäft verlief positiv“, veröffentlicht vom WIFO, ist Österreichs Einzelhandel mit deutlich…

Österreichs Einzelhandel zu Beginn des Jahres 2026

Österreichs Einzelhandel zu Beginn des Jahres 2026

Bessere Stimmung nach einem positiven Weihnachtsgeschäft

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VERÖFFENTLICHT 28. Februar 2026

Laut „Verbesserung der Stimmung im Einzelhandel zu Jahresbeginn, Weihnachtsgeschäft verlief positiv“, veröffentlicht vom WIFO, ist Österreichs Einzelhandel nach einem besser als erwartet verlaufenen Weihnachtsgeschäft mit spürbar verbesserter Stimmung in das Jahr 2026 gestartet.

Das Weihnachtsgeschäft bringt Stabilisierung

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung berichtet, dass sich die realen Einzelhandelsumsätze im Dezember nach einem deutlichen Rückgang im November laut vorläufigen Daten stabilisiert haben, was darauf hindeutet, dass die Branche zum Jahresende wieder etwas Boden gutmachen konnte. Die Verbesserung verlief jedoch nicht in allen Segmenten einheitlich. WIFO-Ökonom Jürgen Bierbaumer wies darauf hin, dass der Lebensmitteleinzelhandel an Dynamik gewann, während die Umsätze im Non-Food-Bereich verhalten blieben — ein Hinweis auf ein ungleichmäßiges Erholungsmuster innerhalb der Branche.

Die Konsumnachfrage kehrt langsam zurück

Aus makroökonomischer Sicht bleibt das Umfeld moderat. Die Schnellschätzung des WIFO zeigt, dass Österreichs Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2025 real um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal zulegte, teilweise gestützt vom privaten Konsum der Haushalte. Das deutet darauf hin, dass die Konsumnachfrage langsam zurückkehrt und dem Einzelhandel einen fragilen, aber wichtigen Rückenwind verschafft.

Sinkende Inflation stützt die Kaufkraft

Auch die Inflationsentwicklung trägt zu den besseren Aussichten bei. Nach der vom WIFO zitierten Schnellschätzung der Statistik Austria fiel die Inflation im Januar 2026 deutlich auf 2,0 % nach 3,8 % im Dezember, vor allem wegen sinkender Energiekosten und des auslaufenden Effekts früherer Strompreis-Stützungsmaßnahmen. Der geringere Preisdruck dürfte die Kaufkraft der Haushalte allmählich entlasten — eine Schlüsselgröße für die Entwicklung des Einzelhandels.

Im Gesamtjahr zeigt der Einzelhandel ein moderates Wachstum

Bei den tatsächlichen Umsätzen fielen die Dezemberzahlen gemischt, aber weitgehend stabil aus. Kalenderbereinigte Daten zeigen, dass die nominellen Einzelhandelsumsätze ohne Kraftfahrzeuge im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % stiegen, während sie real leicht nachgaben. Dennoch hält das WIFO fest, dass die weihnachtsbedingten Zusatzumsätze das Niveau von 2024 wahrscheinlich übertroffen haben, was bestätigt, dass das Weihnachtsgeschäft der Branche einen moderaten Schub gebracht hat.

Im Gesamtjahr erwirtschaftete der österreichische Einzelhandel 2025 einen Nettoumsatz von 79,5 Milliarden Euro, was einem nominellen Wachstum von 2,9 % und einem realen Wachstum von 0,7 % gegenüber 2024 entspricht. Diese Zahlen signalisieren zwar keinen Boom, deuten aber auf eine allmähliche Stabilisierung nach einer schwierigen Phase hin.

Die Stimmung wird optimistischer

Die vielleicht bemerkenswerteste Veränderung betrifft die Stimmung. Das WIFO berichtet, dass sich das Vertrauen der Händler zum Jahreswechsel deutlich verbessert hat, insbesondere bei den Erwartungen für die kommenden Monate, die als optimistischer beschrieben werden als seit längerer Zeit. Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage ist positiver geworden, was darauf hindeutet, dass die Branche ihre schwächste Phase hinter sich lassen könnte.

Für Vertriebsstrategen und konsumnahe Unternehmen ist die Botschaft vorsichtig ermutigend. Österreichs Einzelhandelsmarkt befindet sich noch nicht in einer kräftigen Expansionsphase, doch die Kombination aus nachlassender Inflation, sich stabilisierendem Konsum und besserer Geschäftsstimmung deutet darauf hin, dass die Rahmenbedingungen allmählich günstiger werden.

Fazit: Österreichs Einzelhandel geht nach einem soliden Weihnachtsgeschäft mit neuem Selbstvertrauen in das Jahr 2026. Das Wachstum bleibt moderat und zwischen den Segmenten ungleichmäßig, doch die bessere Stimmung unter den Händlern signalisiert, dass der Markt langsam von der Stabilisierung in die Erholung übergehen könnte.

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Ausblick: Allmähliche Verbesserung erwartet

Mit Blick nach vorn scheint der österreichische Einzelhandel auf einen vorsichtigen, aber sich verbessernden Kurs zuzusteuern. Mit nachlassender Inflation und langsam erstarkendem privatem Konsum werden die grundlegenden Bedingungen für den Einzelhandel günstiger. Die Erholung dürfte jedoch ungleichmäßig bleiben, insbesondere zwischen Food- und Non-Food-Segmenten, und das Gesamtwachstum dürfte kurzfristig moderat ausfallen.

Für Vertriebsverantwortliche und konsumorientierte Unternehmen bedeutet das: 2026 wird voraussichtlich eine gezielte Positionierung belohnen statt einer breit angelegten Expansion. Unternehmen, die Verschiebungen der Kaufkraft genau verfolgen und sich an veränderte Nachfragemuster anpassen, werden am besten davon profitieren, während Österreichs Einzelhandelsmarkt seinen allmählichen Weg in Richtung Erholung fortsetzt.

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