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Norwegens Inflation zu Beginn des Jahres 2026

Laut „Sterk prisvekst i januar“, veröffentlicht von Statistics Norway (SSB), zog die Inflation in Norwegen zu Beginn des Jahres 2026 an und zeigte, dass der Preisdruck beharrlich…

Norwegens Inflation zu Beginn des Jahres 2026

Norwegens Inflation zu Beginn des Jahres 2026

Starkes Preiswachstum setzt sich im Januar fort

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VERÖFFENTLICHT 28. Februar 2026

Laut „Sterk prisvekst i januar“, veröffentlicht von Statistics Norway (SSB), zog die Inflation in Norwegen zu Beginn des Jahres 2026 an und zeigte, dass der Preisdruck trotz früherer Anzeichen einer Mäßigung beharrlich bleibt.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Januar 2026 um 3,6 % im Jahresvergleich, ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte gegenüber Dezember. Auch der Monatsanstieg war bemerkenswert: Die Preise kletterten von Dezember auf Januar um 0,6 % und signalisierten damit eine erneute Dynamik bei den Verbraucherkosten.

Wohnen, Autos und Strom treiben die Preise nach oben

Das SSB verweist auf mehrere wesentliche Treiber hinter dem Anstieg im Januar. Der stärkste Aufwärtsdruck kam von höheren Mieten, Autopreisen und Stromkosten, die zusammen die Gesamtinflationsrate hoben.

Die Wohnkosten spielten eine besonders wichtige Rolle. Die Mieten stiegen um 0,6 % gegenüber dem Vormonat und lagen 3,8 % höher als ein Jahr zuvor, womit sich der stete Aufwärtstrend bei den Wohnausgaben fortsetzte.

Auch die Autopreise sprangen nach den Steueränderungen zum Jahreswechsel. Die Preise stiegen um 3,5 % gegenüber Dezember und lagen 4,1 % höher als im Vorjahr, teils weil die Mehrwertsteuergrenze für Elektrofahrzeuge gesenkt wurde.

Der Strom fügte weiteren Druck hinzu. Einschließlich der Netzgebühren stiegen die Strompreise um 5,0 % gegenüber dem Vormonat und lagen 9,4 % höher als ein Jahr zuvor, auch wenn Stützprogramme die Wirkung für viele Haushalte milderten.

Die Dienstleistungsinflation bleibt erhöht

Jenseits von Energie und Waren läuft die Dienstleistungsinflation weiter heiß. Die Preise für Dienstleistungen ohne Miete stiegen um 0,6 % gegenüber Dezember und lagen 4,1 % höher als im Vorjahr, was eine klare Beschleunigung markiert.

Die Versicherungskosten waren ein herausragender Beitrag. Die Prämien stiegen in einem einzigen Monat um 4,8 % und lagen 16,6 % höher als ein Jahr zuvor, einer der schärfsten in dieser Kategorie verzeichneten Anstiege. Die Daten unterstreichen, dass der zugrunde liegende Preisdruck im Dienstleistungssektor breit getragen bleibt.

Die Lebensmittelpreise bieten teilweise Erleichterung

Ein mildernder Faktor kam von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken. Die Preise in dieser Kategorie stiegen um 1,4 % gegenüber dem Vormonat und lagen 4,2 % höher als ein Jahr zuvor, doch die Jahreswachstumsrate war 1,1 Prozentpunkte niedriger als im Dezember.

Das SSB hält fest, dass die Lebensmittelpreise im Januar nach den Dezemberaktionen üblicherweise steigen, dass der Anstieg in diesem Jahr aber kleiner ausfiel als das übliche saisonale Muster. Das hat geholfen, eine noch stärkere Schlagzeilen-Inflationszahl zu verhindern.

Die Kerninflation klettert leicht

Der um Steueränderungen bereinigte Verbraucherpreisindex ohne Energieprodukte (VPI-ATE) — ein wesentliches Maß der zugrunde liegenden Inflation — stieg um 3,4 % im Jahresvergleich, ein Plus von 0,2 Prozentpunkten gegenüber Dezember.

Das bestätigt, dass der Inflationsdruck nicht auf volatile Energiekomponenten beschränkt ist, sondern in der breiteren Preisstruktur der Wirtschaft eingebettet bleibt.

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Ausblick: die Disinflation noch unvollendet

Zusammengenommen zeigen die Januarzahlen, dass sich Norwegens Disinflationsprozess als uneinheitlich erweist. Während einige Komponenten wie die Lebensmittel abkühlen, treiben Wohnen, Dienstleistungen und Energie die Preise weiter nach oben.

Für Politik und Märkte ist die Botschaft klar: Die Inflation bewegt sich gegenüber den früheren Höchstwerten in die richtige Richtung, doch die neuesten Daten zeigen, dass der Preisdruck beharrlich erhöht bleibt, zu Beginn des Jahres 2026.

Fazit: Norwegen trat mit einer stärkeren Inflationsdynamik als erwartet in das Jahr 2026 ein. Auch wenn sich einige Kategorien stabilisieren, lässt das breit getragene Preiswachstum — besonders bei Dienstleistungen und Wohnen — vermuten, dass der Weg zurück zu voller Preisstabilität länger dauern könnte als gehofft.

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